{"id":393,"date":"2025-10-25T06:47:39","date_gmt":"2025-10-25T06:47:39","guid":{"rendered":"https:\/\/freimaurer-heide.de\/?page_id=393"},"modified":"2025-10-31T21:01:23","modified_gmt":"2025-10-31T21:01:23","slug":"geschichte-der-provinzialloge-von-schleswig-holstein","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/freimaurer-heide.de\/?page_id=393","title":{"rendered":"Geschichte der Provinzialloge von Schleswig-Holstein"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Einf\u00fchrung und \u00dcbersicht&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;  <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Provinzialloge von Schleswig-Holstein e.V. ist ein Zusammenschluss von rd. 500 Freimaurerbr\u00fcdern, die auch Mitglied in 14 Logen an 11 Standorten in Schleswig-Holstein sind. Sie feiert im Jahr 2025 die Gr\u00fcndung ihrer Vorg\u00e4ngerorganisation am 25. Juli 1775, also vor 250 Jahren. Sein erster Superior war Prinz Karl von Hessen, der Statthalter des d\u00e4nischen K\u00f6nigs in den Herzogt\u00fcmern Schleswig und Holstein. Die Geschichte der Freimaurerei in Schleswig-Holstein ist nat\u00fcrlich eng mit den geschichtlichen Ereignissen im Lande in den letzten 250 Jahren verbunden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/freimaurer-heide.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/grafik-1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/freimaurer-heide.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/grafik-1-1024x1024.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-405\" style=\"width:265px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/freimaurer-heide.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/grafik-1-1024x1024.png 1024w, https:\/\/freimaurer-heide.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/grafik-1-300x300.png 300w, https:\/\/freimaurer-heide.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/grafik-1-150x150.png 150w, https:\/\/freimaurer-heide.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/grafik-1-768x769.png 768w, https:\/\/freimaurer-heide.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/grafik-1.png 1472w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Bekannte Pers\u00f6nlichkeiten mit Bezug zu Schleswig-Holstein wie Matthias Claudius, Hjalmar Schacht, Harro Harring und Jens Rusch waren bzw. sind Mitglieder in Freimaurerlogen.<\/p>\n\n\n\n<p>Freimaurerei ist ein weltweit verbreiteter Bund von Menschen. Sie vermittelt undogmatisch Werte wie Freiheit, Toleranz, Br\u00fcderlichkeit, Selbstbestimmung und soziale Verantwortung, woraus sich auch Wohlt\u00e4tigkeit (\u201eCharity\u201c) speist.<\/p>\n\n\n\n<p>Freimaurerei ist zwar spirituell, aber keine Religion oder Religionsersatz und auch keine politische Bewegung. Das Gedankengut der Aufkl\u00e4rung spielt eine gro\u00dfe Rolle, ebenso demokratische Grundlagen. Freimaurerei nimmt Traditionen der Mysterien der Antike auf, enth\u00e4lt auch Vorstellungen der Gnosis und mittelalterlicher Mystiker wie Meister Eckart. Nicht zuletzt nimmt auch Geselligkeit und kultureller Austausch &#8211; das gute und anregende Gespr\u00e4ch mit interessanten Menschen &#8211; einen wichtigen Platz im Logenleben ein. Ein englischer Leitspruch der Freimaurerei lautet \u201emake good men better\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach der mittelalterlichen Werkmaurerei von Steinmetzen in Dombauh\u00fctten, die als \u201eFreimaurer\u201c den \u201efreien Stein\u201c bearbeiteten, wird der Startpunkt der modernen Freimaurerei auf den 24. Juni 1717 mit der Gr\u00fcndung der ersten Gro\u00dfloge in London definiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Schon fr\u00fch gab es Lehrlinge, Gesellen und Meister, die ersten drei Grade der Freimaurerei. Die erste Freimaurerloge in Deutschland \u201eAbsalom\u201c wurde 1737 in Hamburg gegr\u00fcndet. In diese Loge wurde der sp\u00e4tere preussische K\u00f6nig Friedrich II (der Gro\u00dfe) von Preu\u00dfen 1738 in Braunschweig zum Freimaurer aufgenommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Johannislogen (1. bis 3. Grad) und die Andreaslogen (4. bis 6. Grad) eines Bezirks sind in der Gro\u00dfen Landesloge der Freimaurer von Deutschland (GLLFvD), der zweitgr\u00f6\u00dften der heute 5 Gro\u00dflogen in Deutschland, verwaltungsm\u00e4\u00dfig in einzelnen Provinziallogen zusammengefasst.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mehr als 250 Jahre Freimaurerei in Schleswig-Holstein<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Etwa 500 Freimaurerbr\u00fcder sind \u00fcber die Mitgliedschaft in einer von 14 Logen an 11 Standorten in Schleswig-Holstein gleichzeitig auch Mitglied in der Provinzialloge von Schleswig-Holstein e.V..<\/p>\n\n\n\n<p>Die Provinziallogen sollen allgemein der F\u00f6rderung der Freimaurerei in ihrem Bereich dienen. Es gibt derzeit 9 deutsche Provinziallogen, an deren Spitze jeweils ein Provin-zialmeister steht, der Beauftragter des Landesgro\u00dfmeisters der GLLFvD ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Entstehung und Entwicklung der Provinzialloge von Schleswig-Holstein sind die Beziehungen Schleswig-Holsteins zu D\u00e4nemark und den d\u00e4nischen Logen von gro\u00dfer Bedeutung. Bis 1864 standen die Herzogt\u00fcmer von Schleswig und Holstein jahrhundertelang in engster Verbindung mit D\u00e4nemark. Die K\u00f6nige von D\u00e4nemark waren zugleich Herz\u00f6ge von Schleswig und Holstein. Das d\u00e4nische K\u00f6nigshaus war dar\u00fcber hinaus mit deutschen F\u00fcrstenfamilien eng verwandt, es bestanden rege kulturelle Verbindungen zwischen den deutschen Staaten und D\u00e4nemark. Somit gab es auch enge Verbindungen der d\u00e4nischen zur schleswig-holsteinischen Freimaurerei.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Meister der ersten im Jahre 1743 in Kopenhagen gegr\u00fcndeten d\u00e4nischen Freimaurerloge \u201eSt. Martin\u201c, der Br. Graf Danneskiold- Laurvig<s>,<\/s> hatte nach vorheriger Genehmigung der Gro\u00dfloge zu London 1766 eine Provinzialgro\u00dfloge von D\u00e4nemark und Norwegen mit Sitz in Kopenhagen gegr\u00fcndet. Norwegen geh\u00f6rte damals zu D\u00e4nemark. Als die Kopenhagener Br\u00fcder sich der Strikten Observanz (eines der zahlreichen im 18. Jahrhundert entstandenen Hochgradsysteme) anschlossen, wurden die bisherigen Logen aufgel\u00f6st und in der neuen Loge \u201eZorobabel zum Nord-stern\u201c zusammengeschlossen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Befugnis zur Erteilung der h\u00f6heren Grade der Strikten Observanz sowie die Genehmigungsbefugnis f\u00fcr etwa zu gr\u00fcndende Johannislogen wurde der neu geschaffenen Pr\u00e4fektur Binin \u00fcbertragen, deren Pr\u00e4fekt Br. Graf Danneskiold-Laurvig wurde. Binin war die zur Zeit der Strikten Observanz gebr\u00e4uchliche Bezeichnung f\u00fcr das Gebiet der bisherigen Provinzialgro\u00dfloge von D\u00e4nemark und Norwegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bereits im Jahre 1764 hatte der Br. Christian Balthasar Meier in Kolding die Johannisloge \u201eJosua\u201c gegr\u00fcndet, deren Meister vom Stuhl er war. Br. Meier war 1738 in Hamburg geboren und schon im Jahre 1758 in der Hamburger Loge \u201eAbsalom\u201c zum Freimaurer aufgenommen worden. 1760 trat er in das d\u00e4nische Heer ein und wurde Auditeur (Gerichtsoffizier) beim Husarenregiment. Br. Meier unterstellte seine Loge ebenfalls der Strikten Observanz und damit der Pr\u00e4fektur Binin.<\/p>\n\n\n\n<p>Als im Jahre 1766 das Husarenregiment auf andere Regimenter verteilt wurde, kam Br. Meier nach Schleswig und er\u00f6ffnete mit Hilfe anderer hier wohnender Br\u00fcder und mit Einwilligung der vorgesetzten Beh\u00f6rde in Kopenhagen seine Loge neu, die nun den Namen \u201eJosua zum Korallenbaum\u201c erhielt und im September 1771 nach Rendsburg verlegt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Schon am 08. August 1771 wurde in Eutin die Loge \u201eZum Goldenen Apfel\u201c gegr\u00fcndet, die als \u00e4lteste Loge im heutigen Schleswig-Holstein heute noch besteht und Mitglied der Gro\u00dfloge AFAM ist. Am 21.03. 1772 wurde im damals selbstst\u00e4ndigen L\u00fcbeck die heutige Loge \u201eZum F\u00fcllhorn\u201c gegr\u00fcndet. Im Jahr 1774 wurde in Rendsburg die Schottenloge \u201eCarl zum rothen L\u00f6wen\u201c installiert. Und am 6.05. 1775 wurde in Husum schlie\u00dflich die Loge \u201eCarl zur guten Hoffnung\u201c gegr\u00fcndet.<\/p>\n\n\n\n<p>Man kann sich den Austausch und die gegenseitigen Besuche der Br\u00fcder in Rends-burg, Husum und Eutin und auch den benachbarten Logen etwa in Hamburg heute kaum noch vorstellen. Im Zeitalter der Postkutschen dauerte die Reise von einer Stadt in den Herzogt\u00fcmern zu einer anderen Stadt schon einen ganzen Tag und l\u00e4nger. Viele Beschwerlichkeiten haben die Br\u00fcder damals auf sich genommen, um die Freimaurerei mit Leben zu erf\u00fcllen.<\/p>\n\n\n\n<p>In die o.g. Loge \u201eJosua zum Korallenbaum\u201c wurde am 04. M\u00e4rz 1775 in einer in Schleswig stattfindenden Arbeit der Statthalter des d\u00e4nischen K\u00f6nigs in den Herzogt\u00fcmern Schleswig und Holstein, der Prinz Karl von Hessen-Kassel, zum Freimaurer aufgenommen. Mit der Aufnahme von Prinz Karl zum Freimaurer hatte ein neuer Abschnitt der Freimaurerei in Schleswig-Holstein begonnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 25. Juli 1775 wurde die Pr\u00e4fektur Eyendorp gegr\u00fcndet und Prinz Karl von Hessen-Kassel zum Superior aller Freimaurerlogen in den Herzogt\u00fcmern Schleswig und Holstein ernannt.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit 1768 war Prinz Karl als Schwager des d\u00e4nischen K\u00f6nigs dessen Statthalter in den beiden Herzogt\u00fcmern, was er bis zu seinem Tod 1836 mit 94 Jahren blieb. Er bem\u00fchte sich \u00fcber 60 Jahre lang um den Ausbau der Freimaurerei in den Herzogt\u00fcmern und f\u00f6rderte sie in jeder Weise. Die ersten Versammlungen fanden im sog. Freimaurerturm im Park von Schloss Louisenlund bei G\u00fcby statt.<\/p>\n\n\n\n<p>K\u00f6nig Christian VII von D\u00e4nemark \u00fcbernahm mit Erlass der Kabinetts-Ordre vom 29. April 1780 das Protektorium \u00fcber den Freimaurerorden in D\u00e4nemark, Norwegen und den Herzogt\u00fcmern Schleswig und Holstein.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch k\u00f6nigliches Edikt vom 2. November 1792 wurde Prinz Karl auch zum General-Gro\u00dfmeister aller Freimaurerlogen im d\u00e4nischen Staatsgebiet ernannt.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu den bedeutenden Umbr\u00fcchen in Schleswig-Holstein im Zuge der aufkommenden Nationalbewegungen in Europa geh\u00f6ren sicher die Schleswig-Holsteinische Erhebung von 1848 bis 1851 &#8211; in D\u00e4nemark auch Dreijahreskrieg genannt &#8211; und schlie\u00dflich der Deutsch-D\u00e4nische Krieg von 1864. Sowohl auf d\u00e4nischer als auch auf deutscher bzw. preussischer oder \u00f6sterreichischer Seite waren nat\u00fcrlich auch Freimaurer beteiligt.<\/p>\n\n\n\n<p>Kurz nach der schleswig-holsteinischen Erhebung 1848-1853 best\u00e4tigte K\u00f6nig Frederik VII mit Kabinettsordre vom 19. Juni 1853 seine Schutzbriefe f\u00fcr den Freimaurerorden in Schleswig und Holstein und behielt weiterhin das Protektorat \u00fcber den Freimaurerorden.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach Eingliederung der Herzogt\u00fcmer Schleswig und Holstein in den preussischen Staatsverband 1866 erfolgte die Umschreibung der schleswig-holsteinischen Freimaurerlogen zur Gro\u00dfen Landesloge der Freimaurer von Deutschland in Berlin, dessen Protektor und auch Mitglied der damalige K\u00f6nig Wilhelm war, der sp\u00e4tere deutsche Kaiser Wilhelm I. Hierdurch galt das k\u00f6niglich-preussische Edikt Friedrich Wilhelms III. vom 20. Oktober 1798 f\u00fcr die Freimaurerlogen in Schleswig-Holstein. Damit behielten die Freimaurerlogen den Charakter von K\u00f6rperschaften des \u00f6ffentlichen Rechts.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 29. Juli 1877 traten die schleswig-holsteinischen Freimaurerlogen in Neum\u00fcnster zusammen und fassten den Entschluss, die organisatorische Vereinigung von Frei-maurerlogen in Schleswig-Holstein wieder aufleben zu lassen. Die zun\u00e4chst geschaff-ene Organisation erhielt den Namen \u201eSchleswig-Holsteinische Provinzialversamm-lung\u201c. Die Versammlungen fanden j\u00e4hrlich am letzten Sonntag im Juli statt.<\/p>\n\n\n\n<p>Schon im 18. und noch mehr im 19. Jahrhundert wirkten viele bekannte Pers\u00f6n-lichkeiten in Schleswig-Holstein, die auch Freimaurer waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Fayancek\u00fcnstler Johann Georg Buchwald (1723-1806) z\u00e4hlt zu den bedeutendsten deutschen Keramikk\u00fcnstlern und steht f\u00fcr die Bl\u00fctezeit der Fayancemanufakturen in den Herzogt\u00fcmern in Kiel, Eckernf\u00f6rde, L\u00fcbeck und Schwartau. Er war Mitglied der Loge \u201eZur Weltkugel\u201c in L\u00fcbeck.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Dichter und Journalist Matthias Claudius (eigentlich Clausen, 1740-1815) wurde in Reinfeld (Holstein) geboren. Seine Eltern stammten aus S\u00fcderl\u00fcgum und Flensburg. Im damals holsteinischen Wandsbek bei Hamburg wurde er Redakteur der Zeitung \u201eDer Wandsbecker Bothe\u201c und Mitglied der Loge \u201eZu den drei Rosen\u201c. Er verfasste meist Lyrik, von ihm stammt das bekannte \u201eAbendlied\u201c (Der Mond ist aufgegangen).<\/p>\n\n\n\n<p>Der d\u00e4nische Architekt Christian Frederik Hansen (1756-1845) \u2013 seine Familie stammte v\u00e4terlicherseits aus Husum \u2013 wirkte auch in Schleswig und in Holstein. Zu seinen Bauten geh\u00f6ren viele Villen an der Altonaer Elbchaussee und der Palmaille, die Marienkirche in Husum mit freimaurerischen Bez\u00fcgen, die Vicelinkirche in Neu-m\u00fcnster, mehrere Herrenh\u00e4user in den Herzogt\u00fcmern sowie die Hauptkirche in Kopenhagen, die&nbsp; Vor Frue Kirke. Auch die Schlosskirche von Schloss Christiansborg stammt von ihm.<\/p>\n\n\n\n<p>Der auf F\u00fcnen geborene Architekt Axel Bundsen (1768-1832) studierte in Kopenhagen und hinterlie\u00df viele Bauwerke in Schleswig-Holstein, u.a. das Gut Knoop, Gut Drult und die sehr bekannte Friedhofskapelle in Flensburg. Er war Mitglied der Loge Absalom in Hamburg.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Dichter und Herausgeber Heinrich Christian Boie (1744-1806) wurde in Meldorf geboren und gab den im deutschen Sprachraum popul\u00e4ren \u201eG\u00f6ttinger Musen-almanach\u201c sowie sp\u00e4ter das \u201eNeue Deutsche Museum\u201c heraus, in der damals moderne Literatur u.a. von Goethe, B\u00fcrger, Herder und Klopstock erstmals ver\u00f6ffentlicht wurden. Seinen Lebensabend verbrachte er wieder in Meldorf.<\/p>\n\n\n\n<p>Der bedeutende Arzt Dr. Carl Ferdinand Suadicani (1753-1824) wurde in Preetz geboren und war zun\u00e4chst in Gl\u00fcckstadt und Segeberg zust\u00e4ndig f\u00fcr die Zucht- und Tollh\u00e4user. Er erreichte schlie\u00dflich 1817 den Neubau einer Irrenanstalt in Schleswig, der ersten im heutigen Deutschland und einer der damals modernsten Einrichtungen dieser Art in Europa. Er war aktiver Freimaurer.<\/p>\n\n\n\n<p>Der in Wobbenb\u00fcll bei Husum aufgewachsene Dichter, Maler und \u201eBerufs-revolution\u00e4r\u201c Harro Harring (1798-1870) war mit Giuseppe Garibaldi befreundet, mit Karl Marx verstand er sich pers\u00f6nlich nicht. Er war zeitweilig Mitglied der Freimaurerloge Apollo in Leipzig.<\/p>\n\n\n\n<p>Der in Leipzig geborenen Marineoffizier Karl Rudolf Brommy (1804-1860) gilt als Vater der deutschen Marine. Nach vielen Erfahrungen im griechischen Unabh\u00e4ngig-keitskrieg und der Ver\u00f6ffentlichung seines Lehrbuchs \u201eDie Marine\u201c befehligte er als Konteradmiral ab 1849 die Reichsflotte. Diese erste gesamtdeutsche Marine f\u00fchrte er im Auftrag des Paulskirchenparlamentes im Zuge der Schleswig-Holsteinischen Erhebung 1849 gegen D\u00e4nemark.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Jurist Karl Samwer (1819-1882), geboren in Eckernf\u00f6rde, besuchte die Domschule in Schleswig, studierte in Kiel und Berlin und wurde zun\u00e4chst als Gutachter in Bezug auf die hochpolitische Staatserbfolge in den Herzogt\u00fcmern bekannt. 1848 berief er die provisorische Regierung von Schleswig-Holstein mit ein und nahm als Leutnant an der Einnahme der Festung Rendsburg teil.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Hochschullehrer und Physiker Gustav Karsten (1820-1900) wirkte u.a. als Rektor der Christian-Albrechts-Universit\u00e4t in Kiel, Direktor des Eichwesens in den Herzog-t\u00fcmern und befasste sich mit den Planungen f\u00fcr den sp\u00e4teren Nord-Ostsee-Kanal. Er war auch zeitweise Logenmeister den Johannisloge Alma an der Ostsee zu Kiel.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Musikhistoriker Rochus von Liliencron (1820-1912) wuchs auf dem elterlichen Gut Dollrott in Angeln auf und wurde als Begr\u00fcnder der deutschen Volksliedforschung bekannt. Er stellte sich 1848 zu Beginn der Schleswig-Holsteinischen Erhebung als Diplomat in den Dienst der provisorischen Regierung und f\u00fchrte 1880 f\u00fcr die sp\u00e4tere Kaiserin Auguste Victoria die Verhandlungen \u00fcber den Ehevertrag mit dem k\u00fcnftigen Kaiser Wilhelm II. Sein Neffe war der Dichter Detlev von Liliencron.<\/p>\n\n\n\n<p>Der in Sonderburg geborene Wilhelm Bahnson (1826-1919) meldete sich 1848 im Zuge der <a>Schleswig-Holsteinischen <\/a>Erhebung zur Schleswig-Holsteinischen Armee, wurde in der Schlacht von Idstedt 1850 verwundet und galt bei seinem 90. Geburtstag 1916 als der letzte schleswig-holsteinische Offizier von 1848. Als Professor unter-richtete er in Hamburg Mathematik und war langj\u00e4hriges Mitglied der Loge \u201eZur Brudertreue an der Elbe\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 24. August 1902 erfolgte eine straffere Organisation der Schleswig-Holsteinischen Provinzialversammlung. Die neue Organisation erhielt den Namen \u201eSchleswig-Holsteinischer Logen-Gauverband\u201c mit dem Sitz in Kiel.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Verband bestand bis zum Verbot und zur Aufl\u00f6sung aller Freimaurerlogen durch die Nationalsozialisten sp\u00e4testens bis 1935. Kurz vorher wurde er noch in \u201eProvinziallogenverband Schleswig-Holstein\u201c umbenannt.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach langj\u00e4hrigen Vorbereitungen, ma\u00dfgeblich von Br\u00fcdern der Johannisloge \u201eAlma an der Ostsee\u201c zu Kiel und der Andreasloge \u201eFortunata\u201c zu Kiel vorangetrieben, wurde schlie\u00dflich 1911 in Kiel das schleswig-holsteinische Ordenskapitel \u201eDesiderata\u201c als Ausgr\u00fcndung des Hamburger Ordenskapitels \u201eInviolabilis\u201c gestiftet.<\/p>\n\n\n\n<p>In einem Ordenskapitel werden die Erkenntnisstufen (\u201eHochgrade\u201c) des Schwedi-schen Systems der Freimaurerei vom 7\u00b0&nbsp; bis zum 9\u00b0 bzw. heute 10\u00b0 bearbeitet, die so genannten Rittergrade. Im Jahr 2011 konnte hier in Kiel das 100te Stiftungsfest gefeiert werden. Das Ordenskapitel \u201eDesiderata\u201c steht ebenfalls innerhalb der GLLFvD, aber seit dessen Gr\u00fcndung 1951 organisatorisch separat von der Provinzial-loge von Schleswig-Holstein e.V.. Das Ordenskapitel \u201eDesiderata\u201c speist seine Mitglieder aus den drei schleswig-holsteinischen Andreaslogen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In der Folge des ersten Weltkrieges kam es 1920 im Landesteil Schleswig zu einer Volksabstimmung \u00fcber eine Hinwendung zu D\u00e4nemark. In der Zone I (Nordschleswig) stimmten 75% f\u00fcr D\u00e4nemark, daher wurde dieses Gebiet am 15. Juni 1920 an D\u00e4nemark abgetreten. Von der 1868 in Flensburg gegr\u00fcndeten Loge \u201eWilhelm zur nordischen Treue\u201c aus waren w\u00e4hrend der Zugeh\u00f6rigkeit zum Deutschen Reich Logen in Hadersleben (1882), Sonderburg (1889) und Apenrade (1899) gegr\u00fcndet worden. Diese drei Logen wandten sich letztlich, der Entwicklung folgend, dem d\u00e4nischen Freimaurerorden zu, was nicht ohne Spannungen und Konflikte blieb.<\/p>\n\n\n\n<p>Insbesondere die 1920er Jahre waren auch in Schleswig-Holstein eine Bl\u00fctezeit der Freimaurerei. Sie war schon der der Kaiserzeit gesellschaftlich sehr angesehen und die Logen entwickelten sich positiv weiter. Die Mitgliederzahlen stiegen kontinu-ierlich, das B\u00fcrgertum str\u00f6mte in die Logen. Geselligkeit und der kulturelle Austausch in den Freimaurerlogen besa\u00dfen eine gro\u00dfe Anziehungskraft.<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders gegen Ende der 1920er Jahre nehmen jedoch die nationalistischen und antifreimaurerischen Tendenzen zu. In 1927 erschien die Schrift \u201eVernichtung der Freimaurerei durch Enth\u00fcllung ihrer Geheimnisse\u201c des Generals Erich Ludendorff. Gem\u00e4\u00df der sogenannten \u201eDolchsto\u00dflegende\u201c werden Freimaurer, Jesuiten, Juden und Kommunisten als \u201e\u00fcberstaatliche M\u00e4chte\u201c gleichgesetzt und f\u00fcr die deutsche Niederlage im 1. Weltkrieg verantwortlich gemacht.<\/p>\n\n\n\n<p>Der freimaurerische Abwehrkampf beginnt und Redner wie der Husumer Logen-meister Hans Lesch kl\u00e4ren in vielen gut besuchten \u00f6ffentlichen Veranstaltungen in ganz Schleswig-Holstein \u00fcber die teilweise heute noch in der Bev\u00f6lkerung verbreiteten Vorurteile auf, Nachwirkungen der Nazi-Greuelpropaganda. Zeitungen berichten damals regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber diese Veranstaltungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Freimaurer geben jedoch immer mehr ein Feindbild f\u00fcr die an Zahl zunehmenden Nationalsozialisten ab. Die Zeiten werden f\u00fcr die Logenbr\u00fcder immer schwieriger. Als Freimaurer bekannte Gesch\u00e4ftsleute werden zun\u00e4chst nicht organisiert, aber doch immer merkbarer von vielen Kunden boykottiert. Die wirtschaftliche Existenz wird bedroht, mit R\u00fccksicht auf ihre Familien treten viele Br\u00fcder aus den Logen aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Fr\u00fchjahr 1933 nach der Machtergreifung m\u00fcssen auch Beamte, die Freimaurer sind, Schikanen wie Versetzungen bef\u00fcrchten, da der neue Oberpr\u00e4sident von Schleswig-Holstein Hinrich Lohse, gleichzeitig Gauleiter, als fanatischer Gegner der Freimaurerei wahrgenommen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Schon 1933 schlie\u00dfen viele Logen auch in Schleswig-Holstein, in 1935 wird die Freimaurerei in Deutschland schlie\u00dflich ganz verboten.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem H\u00f6hepunkt 1930 mit rd. 80.000 Br\u00fcdern treten 1945 zun\u00e4chst nur etwa 5.000 Br\u00fcder in Deutschland den sich neu konstituierenden Logen bei, heute sind es rd. 17.000 deutsche Freimaurerbr\u00fcder.<\/p>\n\n\n\n<p>Noch in den 1950er und 1960er Jahren hatte die Freimaurerei nicht nur in Schleswig-Holstein mit vielen Vorurteilen besonders in der weniger orientierten l\u00e4ndlichen Bev\u00f6lkerung als Nachwirkung der NS-Propaganda zu k\u00e4mpfen. Erst mit zunehmender \u00d6ffentlichkeitsarbeit ab den 1970er Jahren begann die Freimaurerei wieder ihren Platz in der Gesellschaft einzunehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches konstituierte sich am 08.02.1948 in Flensburg eine Arbeitsgemeinschaft der Logenmeister Schleswig-Holsteins unter dem Vorsitz des Flensburger Logenmeisters Alexander Scharff.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 19. Mai 1948 traten die Vertreter der schleswig-holsteinischen Freimaurerlogen der Gro\u00dfen Landesloge der Freimaurer von Deutschland in Rendsburg zusammen und fassten den Beschluss, den alten Provinziallogenverband Schleswig-Holstein zu reaktivieren<\/p>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst sollte ein Zusammenschluss der Schleswig-Holsteinischen Logen mit der Provinzialloge von Niedersachsen, die ihre Arbeit bereits 1945 wieder aufgenommen hatte, herbeizuf\u00fchrt werden, da unsere Gro\u00dfloge, die Gro\u00dfe Landesloge GLLGvD in Berlin aufgrund entsprechender Verordnungen der Besatzungsm\u00e4chte in ihrer Logent\u00e4tigkeit noch stark beeintr\u00e4chtigt war.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Johannislogen von Kiel unter ihrem Vorsitzenden Meister Rudolf Tietz und Schleswig unter Logenmeister Paul Backe hatten sich jedoch gegen diese Fusion mit Niedersachsen ausgesprochen, um die fr\u00fchere Selbst\u00e4ndigkeit der Logen innerhalb Schleswig-Holsteins aufrecht zu erhalten und so die Anwartschaft auf eine eigene Provinzialloge f\u00fcr sp\u00e4tere Zeiten zu sichern.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem dann die Gro\u00dfe Landesloge in Berlin ihre T\u00e4tigkeit wieder aufnehmen und damit auch die Frage der Errichtung einer Provinzialloge in Schleswig-Holstein kl\u00e4ren konnte, lebte anl\u00e4sslich einer am 12.03.1950 in Rendsburg abgehaltenen Tagung der Logenmeister von Schleswig-Holstein zun\u00e4chst der alte Schleswig-Holsteinische Logenverband wieder auf. In einem weiteren Beschluss vom 01.04.1951 wurde dann die Umwandlung dieses Verbandes in eine Provinzialloge vorgenommen, zu deren Errichtung die Hauptversammlung der Gro\u00dfen Landesloge am 13. und 14.04.1951 ihre Genehmigung erteilte.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 10. Oktober 1951 erfolgte die Gr\u00fcndung der heutigen \u201eProvinzialloge von Schleswig-Holstein e.V.\u201c als Nachfolgerin des Provinziallogenverbandes. Der von den Logenvertretern gew\u00e4hlte Provinzial-Gro\u00dfmeister Johannes Bl\u00f6cker, Rektor in Kiel, wurde am 10. November 1951 in sein Amt eingesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Im 20. und auch im 21. Jahrhundert gab und gibt es einige bekannte Pers\u00f6nlichkeiten die auch Mitglied in einer Freimaurerloge waren oder sind, mit Bezug zu Schleswig-Holstein:<\/p>\n\n\n\n<p>Der sp\u00e4tere Reichsbankpr\u00e4sident Hjalmar Schacht (1877-1970) wurde im nord-schleswigschen Tingleff geboren und wuchs in Heide, Husum und Hamburg auf. In 1906 wurde er in Berlin zum Freimaurer aufgenommen und bekannte sich immer dazu. Seine gr\u00f6\u00dfte Rolle spiele er bei der Beendigung der Hyperinflation 1923, wof\u00fcr ihm die deutsche Bev\u00f6lkerung sehr dankbar war. Er bem\u00fchte sich 1933 vergeblich, das Verbot der Freimaurerei bei Hitler pers\u00f6nlich abzuwenden, wurde 1939 als Reichsbankchef entlassen und verbrachte das letzte Kriegsjahr in mehreren Konzentrationslagern. 1949 trat er erneut einer Freimaurerloge bei.<\/p>\n\n\n\n<p>Der New Yorker Diamantenh\u00e4ndler Ludwig Nissen (1855-1924) war in Husum geboren worden, wurde in den USA Freimaurer und stiftete aus seinem Nachlass das Nissen-Haus in Husum, das heutige Nordfriesland Museum. Eine Verbindung zur alten Heimat stellte Landrat Heinrich Clasen (1887-1969) her, der Nissen in New York mehrfach besuchte und dessen Treuh\u00e4nder in Husum wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Studienrat und friesische Autor Lorenz Conrad Peters (1885-1949) wurde in Oevenum auf F\u00f6hr geboren. Bekannt ist seine friesische Kom\u00f6die \u201eOome Peertje \u00fctj Amerika\u201c von 1923. Sein Buch \u201eNordfriesland- Heimatbuch f\u00fcr die Kreise Husum und S\u00fcdtondern\u201c von 1929 war sehr verbreitet. Lorenz Conrad Peters war wie Landrat Heinrich Clasen Mitglied der Husumer Loge \u201eZur Bruderliebe an der Nordsee\u201c, erhielt als Lehrer Berufsverbot, wurde als Freimaurer verfolgt und in Schutzhaft genommen. In der NS-Zeit wurde er Sekret\u00e4r der unabh\u00e4ngigen Nissen-Stiftung.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Publizist Johannes Tiedje (1879-1946) stammte aus einer nordfriesischen Familie, wuchs in Hadersleben auf, verurteilte die Germanisierungspolitik in Nordschleswig und wirkte f\u00fcr eine Vers\u00f6hnung der d\u00e4nischen und deutschen Bev\u00f6lkerungsgruppen beiderseits von Landesgrenzen. Im Zuge der Volksabstimmung 1920 brachte er als Grenzvorschlag die \u201eTiedje-Linie\u201c ein. Im Herbst 1945 wurde er zum Landrat des Kreises Flensburg-Land ernannt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Dithmarscher K\u00fcnstler Jens Rusch (*1950) bekennt sich ebenfalls zur Freimaurerei.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus den letzten Jahrzehnten sind aus Schleswig-Holstein noch zwei besonders verdiente Freimaurer zu nennen, auch leibliche Br\u00fcder, die innerhalb der deutschen Freimaurerei ma\u00dfgeblich gewirkt haben:<\/p>\n\n\n\n<p>Der Architekt Hans-Jochem Feddersen (1921-1994) formte das Gesicht seiner Wahl-heimatstadt Husum und leitete 1965-1980 die Husumer Johannisloge. Sein gr\u00f6\u00dftes Verdienst ist jedoch die Gr\u00fcndung der Forschungsvereinigung Frederik e.V. in 1982, die heute europaweit mit rd. 800 Mitgliedern ein bekannter und aktiver Verein zur Erforschung nicht nur der schwedischen Lehrart der Freimaurerei ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Arzt und Dr. phil. Klaus C. F. Feddersen (1918-2003) war langj\u00e4hriger Logen-meister der Johannisloge zu Flensburg und ein aktiver und sehr produktiver Frei-maurerforscher. Sein bekanntestes Werk sind \u201eDie Arbeitstafeln in der Freimaurerei\u201c von 1982. Allein \u00fcber die \u201eForschungsvereinigung Frederik e.V.\u201c erschienen weitere 9 B\u00fccher \u00fcber Freimaurerei unter seiner Autorenschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Die 200j\u00e4hrige Wiederkehr der Gr\u00fcndung der Pr\u00e4fektur Eyendorp im Jahre 1975 wurde mit einer Festarbeit, geleitet vom damaligen Provinzialmeister Otto Schwarz, und anschlie\u00dfend einer gro\u00dfen Gartenparty mit rd. 400 Freimaurerbr\u00fcdern aus Deutschland, Schweden, D\u00e4nemark, England, Frankreich, Norwegen und Island im Park von Schloss Louisenlund in G\u00fcby gefeiert. &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das 250j\u00e4hrige Jubil\u00e4um wurde am 14. Juni 2025 mit einem besonderen Festritual und einem anschlie\u00dfenden bunten Festabend im Flensburger Logenhaus am Nordergraben begangen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Provinzialloge von Schleswig-Holstein e.V. mit Sitz in Kiel ist die Aufsicht der in ihrem Bereich befindlichen Freimaurerlogen der Gro\u00dfen Landesloge der Freimaurer von Deutschland (GLLFvD). Sie soll das freimaurerische Brauchtum und die br\u00fcderliche Gemeinschaft f\u00f6rdern.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Sprengel der heutigen Provinzialloge von Schleswig-Holstein mit insgesamt rd. 400 Br\u00fcdern Freimaurer geh\u00f6ren heute folgende Logen:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>a) Johannis-Logen (1\u00b0 Lehrling, 2\u00b0 Geselle, 3\u00b0 Meister):<\/strong><br>&nbsp;1) \u201eAlma an der Ostsee\u201c, Kiel, gestiftet 1866;<br>&nbsp;2) \u201eCarl zur Treue\u201c, Schleswig, gestiftet 1867;<br>&nbsp;3) \u201eNordstern\u201c, Rendsburg, gegr\u00fcndet 1865, best\u00e4tigt 1868;<br>&nbsp;4) \u201eWilhelm zur nordischen Treue\u201c, Flensburg, gestiftet 1868;<br>&nbsp;5) \u201eZur Brudertreue an der Schwale\u201c, Neum\u00fcnster, gestiftet 1879;<br>&nbsp;6) \u201eLeuchte am Strande\u201c, Eckernf\u00f6rde, gestiftet 1880;<br>&nbsp;7) \u201eZur Bruderliebe an der Nordsee\u201c, Husum, gestiftet 1906;<br>&nbsp;8) \u201eZum Anker an der Nordsee\u201c, Wyk\/F\u00f6hr, gestiftet 1928;<br>&nbsp;9) \u201eGeorg zur Dithmarscher Treue\u201c, Heide, gestiftet 1930;<br>10) \u201eAmbronia\u201c, Wittd\u00fcn\/Amrum, gestiftet 1972;<br>11) \u201eSt. Michael\u201c, St. Michaelisdonn, gestiftet 1977.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>b) Andreas-Logen (4\/5\u00b0 und 6\u00b0):<\/strong><br>1) \u201eFortunata\u201c, Kiel, gestiftet 1877;<br>2) \u201eConstantia\u201c, Flensburg, gestiftet 1879;<br>3) \u201eVoluntas\u201c, St. Michaelisdonn, gestiftet 1979.<\/p>\n\n\n\n<p>In Schleswig-Holstein gibt es in Westerland bzw. Tinnum, Brunsb\u00fcttel, Krempe, Bad Oldesloe und L\u00fcbeck noch weitere Freimaurerlogen der GLLFvD mit insgesamt rd. 200 Mitgliedern, die aus historischen Gr\u00fcnden jedoch der Provinzialloge von Niedersachsen in Hamburg zugeordnet sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiter Freimaurerlogen, jedoch zugeh\u00f6rig der Gro\u00dfloge der Alten Freien und angenommenen Maurer (AFAM) finden sich in Kiel, Flensburg, Eutin und L\u00fcbeck. Auch hier werden insgesamt rd. 200 Mitglieder gez\u00e4hlt.<\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt gibt es damit rd. 900 Freimaurer im heutigen Schleswig-Holstein.<\/p>\n\n\n\n<p>Historisch gab es auch in T\u00f6nning bzw. St. Peter Ording, Kappeln, Lauenburg, Pinne-berg, M\u00f6lln und Neustadt Freimaurerlogen, fr\u00fchere Standorte bestehender Logen fanden sich in Gl\u00fcckstadt, Itzehoe, Heiligenstedten und Marne.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Frauen-Gro\u00dfloge von Deutschland hat in 2014 die Freimaurerinnenloge \u201eZu den nordischen Rosen\u201c in Flensburg als erste Frauenloge in Schleswig-Holstein gegr\u00fcndet.<\/p>\n\n\n\n<p>In 1951 gestiftet, feiert die Provinzialloge von Schleswig-Holstein e.V. im n\u00e4chsten Jahr 2026 ihr 75. Stiftungsfest. Seit ihrer Gr\u00fcndung wurde sie von folgenden Provinzialgro\u00dfmeistern bzw. sp\u00e4ter Provinzialmeistern gef\u00fchrt:<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;1) Johannes Bl\u00f6cker, Kiel &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;1951-1954 (3 Jahre)<br> 2) Hans Kwa\u00df, Kiel &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;1954-1957 (3 Jahre<br>&nbsp;3) Artur Kobes, Kiel &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;1957-1963 (6 Jahre)<br> 4) G\u00fcnter Stra\u00dfner, Kiel &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;1963-1969 (6 Jahre)<br> 5) Otto Schwartz, Kiel &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;1969-1981 (12 Jahre)<br> 6) J\u00fcrgen K\u00e4selau, Eckernf\u00f6rde &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;  1981-1989 (8 Jahre)<br> <strong>7) Wolfgang Demmer, Heide &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;1989-1995 (6 Jahre)<\/strong><br> 8) G\u00fcnter Braasch, Neum\u00fcnster &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;  1995-1996 (1 Jahr)<br> 9) G\u00fcnter Stramm, St. Michaelisdonn &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;     1996-1998 (2 Jahre)<br>10) Joachim Stra\u00dfner, Kiel, &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;  1998-2007 (9 Jahre)<br>11) Burkhard Ertel, Neum\u00fcnster &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;   2007-2009 (2 Jahre)<br><strong>12) Nils Dahlgaard, Heide &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;2009-2018 (9 Jahre)<\/strong><br>13) Georg Palm, Neum\u00fcnster, &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;  2018-2021 (3 Jahre)<br>14) Hauke Thiesen, Husum, &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; seit 2021<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bruderschaft in Schleswig-Holstein wird sich weiter aktiv daf\u00fcr einsetzen, das Brauchtum, die Rituale und die Lehren der Freimaurerei zu bewahren. Freimaurer legen Wert auf den freien Mann, den freien B\u00fcrger, der an der Entwicklung der Gesellschaft mitwirken m\u00f6chte.<\/p>\n\n\n\n<p>Autor: Provinzialmeister Hauke Thiesen<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einf\u00fchrung und \u00dcbersicht&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die Provinzialloge von Schleswig-Holstein e.V. ist ein Zusammenschluss von rd. 500 Freimaurerbr\u00fcdern, die auch Mitglied in 14 Logen an 11 Standorten in Schleswig-Holstein sind. Sie feiert im Jahr 2025 die Gr\u00fcndung ihrer Vorg\u00e4ngerorganisation am 25. 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